Dieses Jahr steht die Kitchen Battle Tour unter dem Motto «Friedensküchen». In unseren Projekten erleben wir immer wieder, was passiert, wenn Menschen gemeinsam kochen und essen: Sie kommen ins Gespräch, lernen einander kennen und bauen Beziehungen auf, die im Alltag oft nicht entstehen.An den Kitchen Battles nehmen wir euch mit an drei Orte, an denen Cuisine sans frontières genau das möglich macht:In Tumaco, Kolumbien, gibt es im Viertel Nuevo Milenio kaum öffentliche Treffpunkte für die rund 8000 Bewohner:innen. Der Imbiss «Piqueteadero» ist einer davon. Jugendliche des Centro Afro Juvenil absolvieren dort eine gastronomische Ausbildung. Die ersten Absolvent:innen führen den Imbiss inzwischen selber. In Beirut, Libanon, entsteht gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation The Great Oven und dem migrantengeführten REMAN Center ein geschützter Ort für migrantische Frauen, die unter dem ausbeuterischen Kafala-System leben. Beim gemeinsamen Kochen, Essen und Austauschen stärken sie ihre Rechte, bauen gegenseitige Unterstützung auf und entwickeln ein Netzwerk, das ihnen mehr Selbstbestimmung und eine gemeinsame Stimme gibt.Und auch in der Schweiz kommen Menschen zum Kochen zusammen. Im Raum Zürich organisieren wir Kochanlässe in Asylunterkünften, an denen Bewohner:innen und Freiwillige von Cuisine sans frontières einen Nachmittag lang gemeinsam ein Abendessen zubereiten. Über den Töpfen kommt man ins Gespräch, mal auf Deutsch, mal mit Händen und Füssen. Man redet über Rezepte und Zutaten, gelacht wird oft. Drei Länder, drei unterschiedliche Projekte und eine gemeinsame Idee: Dort, wo Menschen gemeinsam am Tisch sitzen, entstehen Begegnungen, die sonst vielleicht nie stattgefunden hätten. Genau solche Orte nennen wir Friedensküchen.