Libanon, Tha'irat
23.06.2026
Rawda floh 2014 aus Syrien. Im Libanon baute sie sich eine neue Existenz auf, trotz allem. Heute leitet
sie die Gassenküche in Bar Elias, kocht täglich mit vier anderen Frauen Mahlzeiten für armutsbetroffene Menschen. Die wöchentlichen Mittagstische finden in ihrem Wohnzimmer statt. Dieser Raum ist bewusst gewählt, denn hier fühlen sich die Frauen nicht wie Kursteilnehmerinnen, sondern wie Gästinnen.
Als die Lage im Frühjahr 2026 eskalierte, reagierte Rawdas Team sofort: Sie weiteten die Produktion aus, mieteten ein Auto, um auch entlegenere Notunterkünfte zu versorgen. Über 15 Standorte im Bekaa-Tal erreichen sie so. Für Rawda ist die Küche mehr als ein Ort zum Kochen. Sie ist ein Symbol dafür, dass Frauen aus verschiedenen Gemeinschaften – Syrerinnen, Libanesinnen, Palästinenserinnen, Beduininnen – zusammenhalten, auch wenn draussen Krieg ist.