Lebensgeschichte aus dem Foyer – Aguiratou Dicko, 43

Burkina Faso, Women`s shelter Foyer Fama
17.03.2026

Bewaffnete Gruppen greifen Sebba im Norden von Burkina Faso regelmässig an, seit Monaten erreichen die Versorgungskonvois die Stadt nicht mehr. Viele Familien sehen nur einen Ausweg: fliehen. So auch Aguiratou.

Sie floh mit ihren acht Kindern, musste aber ihren schwer kranken Mann zurücklassen. Zwei Jahre lang kämpfte sie dafür, dass er nachkommen konnte.

Im Juli 2023 erreichte sie mit ihren Kindern das Foyer Fama in Ouagadougou. Hier fand die Familie zum ersten Mal wieder Stabilität. Sechs ihrer Kinder konnten dank der Hilfe des Frauenhauses eingeschult werden, zwei waren noch im Vorschulalter. Aguiratou nutzte die Zeit im Foyer. In den Kochkursen lernte sie, haltbare Speisen zuzubereiten, die sie später verkaufen konnte. Besonders begeisterten sie süsse Kuchen.

Im Juli 2024 verliess Aguiratou das Foyer. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einer kleinen Mietwohnung in Ouagadougou. Sie verkauft Mougoudougou und süsse Kuchen auf der Strasse und verdient damit ihr eigenes Geld. Ihre Tochter Asmao machte während des Aufenthalts im Foyer ihren Schulabschluss.

Für Aguiratou war das Foyer Fama ein Schutzort und der Anfang eines selbstbestimmten Lebens.

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